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Hans Niederhauser

Landschaftsmaler

  • geboren 1930 in Eschenz/Thurgau/CH

  • gestorben 2025 in Fruthwilen/Thurgau/CH

  • über sechs Jahrzehnte als Landschaftsmaler tätig

  • zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland

  • über 25 Jahre eigene „Bilder-Räume“ in Kreuzlingen

  • prägte gemeinsam mit Kundry Niederhauser die Kunstszene am Untersee

Hans Niederhauser (1930–2025) zählt zu den prägenden Malern des Thurgaus. Sein künstlerisches Schaffen war zutiefst mit der Landschaft des Untersees verbunden, an dessen Ufern er zeitlebens lebte und arbeitete. Aus langen Spaziergängen, geduldigen Naturbeobachtungen und seiner Sensibilität für Stimmungen und Licht entstanden seine Bildwelten. „Pures Sein und Schauen“ – so wurde sein Schaffensansatz beschrieben, bei dem der Augenblick des Erlebens zur Grundlage der Malerei wurde .

Ausgehend von unmittelbaren Eindrücken fertigte er zahlreiche Studien in der freien Natur, bevor diese im Atelier zu farbmächtigen Ölgemälden wurden. Sein Werk kreist um die Kräfte der Elemente – bewegte Himmel, stille Wasserflächen, wuchtige Winterlandschaften, knorrige Bäume, raue Erde. Immer wieder kehrte er zur winterlichen Stille zurück, in der sich das Weiß des Schnees mit subtilen Farbschichten öffnet und das Vergehen wie Erneuern spürbar wird. Seine Kunst wurde mehrfach als Eindringen „in die elementare Energie der Landschaft“ beschrieben .

Charakteristisch ist die expressive, zugleich fein ausbalancierte Farbigkeit seiner Arbeiten: überlagerte Lasuren, lebendige Kontraste, strukturierende Konturen – ein farbpsychologischer Tiefenraum, der weit über das Gegenständliche hinausführt und beim Betrachter Resonanz erzeugt .

Niederhauser erhielt 1963 den Migros-Preis für Nachwuchskünstler und war über Jahrzehnte in Ausstellungen präsent – regional, national und international. Eine besondere Rolle spielten die jährlich neu kuratierten Schau‐Zyklen in der ehemaligen Kreuzlinger Molkerei, die er gemeinsam mit seiner Partnerin Kundry 25 Jahre lang ausrichtete. Ihr gemeinsamer Lebens- und Arbeitsort in Fruthwilen wurde dabei zu einem Zentrum künstlerischer Begegnung .

Hans Niederhauser starb im März 2025 im Alter von 94 Jahren. Sein Werk bleibt als eine bildhafte Hommage an die Landschaft des Untersees – und an die schöpferische Kraft, die aus der Verbindung von Natur, Licht und innerer Wahrnehmung erwächst.

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